Wenn falsche Freunde einem das Leben zur Hölle machen ….

9. June 2013 — Leave a comment

Wahre Freunde sind wohl rar, vielleicht findet man sie auch nie … an falsche Freunde scheint man da eher schneller zu geraten. Gutmütig lässt man sie in Herz, ohne zu Hinterfragen, ob dieses Offensive Verhalten echt und wahr ist. In solche eine Falle tappen wohl nur emotionale, harmoniebedürftige Menschen … die Anderen betrifft dies wohl eher weniger ….

Nicht jeder Mensch ist auf der Suche nach einer emotional ehrlichen Beziehung, mit echten Gefühlen, viele sind auch nur auf der Suche nach einer oberflächlichen Bindung, mit der man einfach Spaß haben kann … leider werden einem solche Menschen nicht die Stange halten, sobald man mal krank wird, alt wird … einfach nicht mehr so einfach und locker drauf ist, auf Hilfe angewiesen ist … aber – suchen wir nicht alle, tief in unserem Herzen nach echten Bindungen, nach verlässlichen Bindungen, die beständig und verlässlich sind … damit man nicht irgendwann alt und allein versauert!!!??????

Ich denke im Grunde suchen das schon viele Menschen, der Großteil wird aber durch Negativerfahrungen enttäuscht und gibt die Suche irgendwann resigniert auf und verzieht sich in sein Schneckenhaus, damit der Panzer, der durch die bereits erfahrenen Enttäuschungen schon am bröckeln ist, nicht noch mehr beschädigt wird und somit kein Schutz mehr vorhanden ist …

Das ist allerdings eine schlechte Entwicklung, die ich selbst auch schon mitgemacht habe. Vor Angst vor erneuter Enttäuschung und Erniedrigung hab ich mit in meinen Schneckenpanzer verzogen und habe von dort mit Giftpfeilen jegliche Annäherungsversuche abgewehrt …

Und wohin hat mich das gebracht!!!?? In eine Art Isolation abgeschieden von jeglichen menschlichen Gefühlen. quasi emotionslos …

6 Monate hat es gedauert bis ich Kind 1 wirklich annehmen konnte und mir zugestehen konnte, das ich dieses kleine rosa Ding einfach total lieb habe und alles für Sie machen würde. bis dahin war es ein langer Weg, voller Angst und Schrecken, bei dem man nicht wusste, jedenfalls zweitweise, wie der nächste Tag verlaufen wird …

So zurückspulen … warum wollte ich überhaupt Kinder haben .. tja .. .nachdem ich so die ersten Enttäuschungen im Leben mitgemacht hatte, passte ich im Alter von siebzehn Jahren auf einen kleinen Jungen und seine zwei Geschwister auf … der kleine Wurm hatte schlecht geträumt und die Windel voll … also nahm Tante Bina ihn auf den Arm, wechselte die Windel und als der Junge auf dem Wickeltisch stand und noch von seinem Albtraum total verängstigst war … stürmte er auf mich zu umarmte mich und sagte mit so einer verdammt, scheiss süßen Stimme – „Binaaaaaaaa Angst“ 😀 … da war’s um mich geschehen, der kleine Drops hatte mich einfach mal aus meinen beschissenen Käfig befreit und den Kinderwunsch, den ich mir Heute erfüllt habe, hervor gerufen ….

War wie eine Befreiung aus der ich schon lange wartete befreit zu werden … der kleine Jung hat es geschafft und ich erinnere mich bis Heute an diesen, schönen, einzigartigen Moment 😀

Wie kommt es nun, dass ich wieder, quasi freiwillig in diesen gläsernen Käfig zurückgekehrt bin!!?? Ganz einfach im Laufe der Jahre machte ich eine Negativerfahrung nach der Anderen, sogar der Mensch, der mir einst so viel bedeutet hatte und immer geschworen hatte, er würde mir nie etwas zu Leide tun, hat mich maßlos enttäuscht … nicht nur das, er hat mir auch alles genommen was ich bis dato besessen habe und geschafft habe ….

Danach lernte ich meinen Mann kennen, alles schien sich zum Guten zu wenden, bis eines Tages ich nenne sie mal X und Y unser Leben kreuzten. Sie rannten in unser Leben, wurden aufgenommen, akzeptiert und von uns gern gehabt und wir teilten eine Menge … hatte viel Spaß, viele gemütliche Stunden und man war froh … Menschen gefunden zu haben … mit denen man eine innige Beziehung führen kann, wo jeder offen und ehrlich ist und für jeden Anderen da ist ….

So dachten wir … kam dann aber anders:

Nachdem ich ungeplant schwanger wurde und wir das Kind leider dann verloren hatten, nachdem das kleine Herzchen, hatte einfach aufgehört zu schlagen … nachdem wir uns dann aktiv für ein Kind entschieden und auch alles dafür in Angriff nahmen … da kam die Wendung … die Negativwendung … aus Freunden wurden Feinde, Erzfeinde … die einen bis aufs Blut anfingen zu hassen und alles daran gaben einen sprichwörtlich fertig zu machen …. Nicht nur seelisch, sondern auch finanziell … und das nur, weil wir das versuchten, was Ihnen missglückt war … eine Familie gründen, Nachwuchs zeugen … etwas hinterlassen … das alles war für Sie nicht mehr möglich und für uns, so erschien es Ihnen so nah …

Dieser Hass der plötzlich ungestürmt und unerwartet auf uns zukam …. hat uns zu Boden gerissen … sogar so tief in ein Loch, das erst kein hinauskrabbeln für möglich gehalten wurde … nach langer, langer Zeit gelang uns dies doch … und Heute … so kann man sagen, haben wir dies einigermaßen verarbeitet … jedenfalls in Teilen, allerdings hat es uns natürlich geschädigt … geschädigt insoweit, das wir jeglichen positiven Gefühlen Anderen gegenüber skeptisch und abwehrend geworden sind … was und nach und nach einsamer gemacht hat und uns sogar so weit man das Heute beurteilen kann, die einzige wahre und tiefe Freundschaft gekostet hätte … beinahe jedenfalls ….

… in letzter Sekunde noch mal gerettet … jedoch hat dieses Abwehren sicherlich doch einige Löcher und Macken hinterlassen, die es zu bewältigen, korrigieren heißt … die Zeit wird zeigen, ob dies überhaupt möglich ist …. mir wäre es ein Herzenswunsch … also drückt mir mal die Daumen!

Na jedenfalls was diese falschen Freunde angeht, die uns nicht nur seelisch und finanziell beinahe ruiniert haben … scheint nun endlich ein Ende in Sicht … nach langem, jahrelangem Kampf … das ist wie eine Erlösung auf die man ewig gehofft hat, sich aber nicht getraut hat zu hoffen … quasi ein Neuanfang 😀

Wie man die Freundschaftssache richtig macht kann ich Euch auch nicht sagen, wahrscheinlich ist das bei jedem auch anders, jeder sucht ja auch nicht unbedingt die gleich Art von Freundschaft und Beziehungen  …. aber eins möchte ich Euch ans Herz legen … ohne jetzt die große Skeptikerin zu spielen … versucht einfach mal im schönsten Moment hinter die Fassade zu schauen …

Wisst ihr was ich denke!!?? Am Besten ist es, ein Foto zu machen in einer nicht beobachteten Situation, z. b. auf der eigenen Hochzeit … mir ist aufgefallen … Menschen im Hintergrund, die nicht damit rechnen abgelichtet zu werden … zeigen oft genau in diesem Moment ihr wahres Gesicht … und der Gesichtsausdruck spricht Bände ….

Hätte ich diese „Kenntnis“ schon vorher gehabt, vielleicht wäre mir, bzw. uns einiges erspart geblieben … vielleicht aber auch nicht … weil man einfach so sehr davon überzeugt war, echte Gefährten gefunden zu haben ….

Das traurige ist nur, was zukünftige, potentielle Gefährten angeht, ist man oft über die Maßen vorsichtig uns skeptisch … was auch wieder nicht gut ist, da man so vieles gar nicht zulässt, was man ggf. zulassen sollte …

Man befindet sich da immer noch halb im Käfig 😉 unbewusst jedenfalls … weil der Rückzugsort die Oberflächlichkeit einfach so sicher ist …

… aber die richtig schönen Momente und Emotionen, erlebt man nur ungeschützt, außerhalb des Käfigs ….

… also traut Euch raus, trotz all eurer eventuellen Negativerfahrungen, habt den Mut, wagt den Schritt … denn mehr als noch mal enttäuscht zu werden kann Euch auch nicht passieren ….

…. und wer schon mehr als eine Enttäuschung erlebt hat, stellt oft fest, das man sich auch an Diese in einem gewissen Maß gewöhnen kann!

Also all ihr Enttäuschten da draußen, wagt den Schritt … macht Euch Mut … denn ewig im Glaskäfig leben ist auch nicht lebenswert und wahrscheinlich haben wir auch nur dieses eine Leben!

Die besagten falschen Freunde sind in unserem Hochzeitsbuch verewigt …. das hab ich mir vor kurzem das erste mal seit Jahren wieder angeschaut … hatte das ewig gemieden, aber es lag auf dem Küchentisch und da schaute ich es mir halt an … war eine gute Sache … hat mir einige Klarheit gebracht und die Überzeugung gestärkt, das man die Hoffnung auf wahre Gefühle und Emotionen nie aufgeben darf …

Unser Hund Bambi hat uns da ab und an gerettet … tat einfach gut, so eine Kuscheldogge im Haus zu haben :-* :-* :-*

Eure

Bina

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Na dann schreibt mir mal was NETTES ;-)

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